Microneedling

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Was ist Microneedling?

Microneedling, oft mit dem sogenannten Derma-Roller, ist ein relativ neues Instrument zur Behandlung ästhetischer Hautprobleme. Es handelt sich im Prinzip um ein walzenförmiges medizinische Produkt, das mit zahlreichen kleinsten medizinischen Nadeln definierter Länge und Dicke gespickt ist. Diese Rolle wird in einem definierten Muster über Problemareale der Haut gerollte. Viele Hautprobleme lassen sich mit dem Dermaroller verbessern: Hautschlaffheit, feine Hautfalten, gealterte Haut, Hautschlaffheit, Haarausfall, Cellulite, Dehnungsstreifen, Schwangerschaftsstreifen, Narben, Aknenarben... aber auch andere Hautprobleme.

Wobei hilft Microneedling?

Sehr gut bewährt hat sich das Microneedling bei

- Aknenarben, Verbrennungsnarben, Operationsnarben, andere Narben
- Striae, Schwangerschaftsstreifen
- Falten
- Pigmentstörungen, Melasma, Hyperpigmentierung
- allgemeine Zeichen der Hautalterung, müdes, schlaffes Bindegewbe
- Kopfhautprobleme, Trichodynie, Haarausfall

Bevorzugt behandelt werden Gesicht, Hals, Kopfhaut, Oberschenkel, Po, Brust und Dekolletee

Wie funktioniert Microneedling?

Beim Microneedling wird die Haut mit einem nadelbesetzten, walzenförmigen Rollgerät behandelt. Zahlreiche winzige Nadeln (ca 0,1 mm Dicke) dringen dabei in die Haut ein. Heimroller und Kosmetikroller besitzen Nadeln von ca. 0,15 – 0,25 mm Länge; medizinische Arztroller dagegen von 0,25 – 1,5 mm Länge. Aufgrund der längeren Nadeln und der höheren Anzahl von Nadeln ist die Behandlung beim Arzt wesentlich effektiver, aber auch etwas schmerzhafter. Das Mikroneeling mit längeren Nadeln darf daher ausschliesslich von Ärzten durchgeführt werden. Diese Zellreizung setzt natürliche Wachstumsfaktoren frei und regen die Durchblutung, Regeneration, Zellerneuerung, die Neubildung von Collagen, von elastischen Fasern und Hyaluronsäure an. Dies sind genau die Hautbestandteile, welche für Glätte, Straffheit und Schönheit der Haut verantwortlich sind. Gewebsuntersuchungen einige Wochen nach der Behandlung zeigen mindestens eine Verdopplung, oft Verzehnfachung dieser neugebildeten Straffungsfaktoren. Zuweilen wird die Behandlung daher auch unter dem Namen CIT (Collagen-Induktions-Therapie) oder Perkutane Collagen Induktion (PCI) propagiert. Es gibt inzwischen zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen, welche die Wirksamkeit der Behandlung bestätigen. Bei der Narbenbehandlung wandern sog. Fibrozyten in die Mikroperforationen und füllen die kleinen Narbentrichter wieder auf, neu gebildete winzige Blutgefässe geben der vormals hellen Narbe wieder eine natürliche rosa Farbe. Bei wuchernden Narben (hypertrophe Narben, Keloide) kann – nach Abklingen des anfänglichen Aktivstadiums, durch das Microneedling eine Vermehrung der gewebeabbauenden Fibroklasten erreicht werden – die Narben werden kleiner. Selbst bei den sehr schwer behandelbaren Verbrennungsnarben lassen sich deutliche Verbesserungen bei Aussehen der Narbe erzielen, Schmerzen können vermindert und die Narben weicher werden (gute Ergebnisse sind gerade bei Verbrennungsnarben aber erst nach Monaten zu erwarten)

Ablauf der Micro-Needling Therapie
Zur Schmerzlinderung wird die Haut eine Stunde vor der Behandlung mit einer betäubenden Salbe eingecremt. Nach sorgfältiger Desinfektion der Haut wird eine Salbe mit hautstraffenden Wirkstoffen aufgetragen. Durch die dann folgende Behandlung werden diese Wirkstoffe tief in die Haut eingebracht. Während der Behandlung wird zusätzlich die sog. Kaltluftanästhesie eingesetzt, sodass die Behandlung fast schmerzfrei ist. Nach der Behandlung ist die Haut etwas gerötet, kleinste Blutungen können abgewischt werden; die Haut wird mit speziellen Cremes beruhigt. Eine leichte Schwellung kann einige Tage anhalten. Die ersten Wirkungen sieht man bereits unmittelbar nach der Behandlung: die Haut fühlt sich straffer, belebter und vitaler an. Die eigentliche Langzeitwirkung aber entsteht durch die Neubildung von Kollagen und Straffung der Haut, dieser Prozeß kann Wochen bis Monate anhalten. Nach ca. 3-4 Monaten ist keine weitere Verbesserung mehr zu erwarten. Spätestens zu diesem Zeitpunkt kann die Behandlung wiederholt werden, falls das Ergebnis noch nicht optimal ist.

Ergebnisse, Erfolge

1) Falten: Bereits einen Tag nach der Behandlung wirkt die Haut straffer, kleinste Falten sind deutlich weniger tief. Der Teint wirkt jünger, gesünder, straffer. Im Laufe einiger Wochen werden die Falten flacher, feine Falten verschwinden.

2) Narben: Narben werden kleiner und flacher, die Farbe der Narben ähnelt wieder normaler Haut. Studien mit dem Dermaroller zeigten nach 1 Behandlung eine Besserung von ca 40-50%, nach der 2. Behandlung von weiteren 20%. Mehr als 3 Behandlungen sind fast nie notwendig

3) Pigmentstörungen: bräunliches Hautpigment wird heller oder verschwindet vollständig

4) Schwangerschaftsstreifen: werden flacher, schmaler, nehme die natürliche Hautfarbe wieder an

5) „müde Haut“: schlaffe, müde Haut wirkt wieder gespannt, jugendlicher, straffer, besser durchblutet

6) Kopfhautprobleme: Schmerzen oä Probleme der Kopfhaut (Trichodynie) oder Haarwurzelschmerzen benötigen i.a. eine grössere Anzahl von Behandlungen. Durch die deutliche Anregung der Durchblutung lässt sich das Haarwachstum günstig beeinflussen; auch hier dauert der sichtbare Behandlungserfolg allerdings Wochen bis Monate. Das Ziel der Behandlung ist eine schönere, straffere, jugendlichere Haut (oder gesunde Kopfhaut).

Natürlich hängt das Endergebnis von vielen Faktoren ab. Bei einer noch jugendlichen, vitalen Haut kann schon eine einzige Behandlung die Haut glatter, straffer und faltenärmer machen. Ältere Haut reagiert meist etwas langsamer, meist benötigen wir mehrere Sitzungen, um der Haut einen Teil ihrer früheren Frische und Spannkraft zurück zu geben. Da wir keine fremden Zubstanzen einspritzen, hängt der letzendliche Enderfolg von der individuellen Regenerationsfähigkeit Ihrer Haut ab

Nebenwirkungen, Risiken

Ernsthafte Risiken und Nebenwirkungen sind bei sachgerechter Anwendung und Nachbehandlung nicht zu erwarten; mehrere Hunderttausend Behandlungen bestätigen die Sicherheit der Methode. Rötungen und Blutergüsse können einige Tage bestehen; bei bestehender Neigung zu Narbenwucherungen/Keloide sollte die Behandlung nicht erfolgen – es sei denn, um Narben zu beseitigen. Zur Vermeidung von vermehrter Pigmentbildung (Hyperpigmentierung) sollte nach der Behandlung für mindestens eine Woche ein Creme mit mindestens Lichtschutzfaktor 30 aufgetragen werden; Sonne und Solarium sind zu meiden. Bei Neigung zu Herpes sollte eine vorbeugende Behandlung erfolgen, da Herpes auf behandelter Haut Narben hinterlassen kann.

Anzahl der Behandlungen

Je nach Schweregrad der Hautprobleme werden 1 – 5 Behandlungen im Abstand von ca. 4 Wochen durchgeführt; da Narbengewebe langsamer reagiert, kann hier auch 6-10 Wochen mit der Nachbehandlung gewartet werden.

Wann darf die Behandlung nicht durchgeführt werden?

Die Behandlungen sollten nicht durchgeführt werden, wenn eine Neigung zu übermässiger Narbenbildung besteht – denn sonst könnten sich u.U. hässliche „Keloide“ an den Einstichstellen bilden. Auch beim Vorliegen ansteckender Krankheiten, wie Hepatitis oder AIDS, sollte man darauf verzichten. Bei der Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten (Markumar, ASS, Aspirin, Ibuprofen, Vitamin E hochdosiert, Gingko uä) besteht eine erhöhte Gefahr von Blutergüssen. Nicht behandelt werden darf Haut, die akut entzündet ist – keine Behandlung also bei Herpes, Pusteln, Wunden, Schnittverletzungen, Sonnenbrand, oder andere akute Infektionen oder Verletzungen.


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